Die Schranke auf dem Ohlsdorfer Friedhof wurde heute in Betrieb genommen.
Sie soll den Durchgangsverkehr einschränken.
Autofahrende Friedhofsbesucher/innen müssen nun teils andere Eingänge nutzen.
Ich fordere eine Verbesserung des Konzepts.
Betroffen von der neuen Schranke, die etwa 450.000 EUR gekostet hat, ist die Kreuzung Mittelalle und Ida-Ehre-Allee auf dem Friedhof. Seit Jahren fordern zahlreiche Friedhofsgänger/innen und auch ich, dem teils aggressiven Durchgangsverkehr etwas entgegenzusetzen. Dieser macht etwa 5000 Fahrzeuge täglich aus. Wohlgemerkt nur der Durchgangsverkehr. Das sollte auf einem Friedhof nicht sein.
Besucher/innen von Gräbern sollen weiterhin auch mit ihrem Kfz einfahren können. Dafür sollen sie nach Angaben der Friedhofsverwaltung und des Senats die anderen Eingänge nutzen:
- möchte man in den westlichen Teil des Friedhofs, sollte die Einfahrt Fuhlsbüttler Straße genutzt werden
- möchte man in den östlichen Teil, sollten die Einfahrten Kornweg, Bramfelder Chaussee und Seehof genutzt werden
Ich halte das für zu umständlich. Aufwendige Umwege können keine Lösung sein. Eine Lösung könnte sein, die Schranke mit einer Klingel auch für normale Friedhofsbesucher/innen auszustatten. Direkten Angehörigen von Verstorbenen könnte auch eine schrankenöffnende Chipkarte ausgehändigt werden.
Das Chipkarten- sowie ein elektronisches Rufsystem wurden schließlich schon eingebaut, z. B. können Teilnehmer von Trauerfeiern, der HVV oder das Friedhofsgewerbe mit einer Chipkarte passieren.
Eine Seite mit den drängendsten Fragen und Antworten stellt die Friedhofsverwaltung bereit unter https://www.friedhof-hamburg.de/die-friedhoefe/ohlsdorf/schranke/
Ich bleibe dran.
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Bramfelder (Freitag, 23 Oktober 2020 21:24)
Dieser Schranke liegt schon eine fragwürdige Logik zugrunde: Ist es besser, wenn die Autos an lebenden Menschen vorbeifahren und deren Ruhe stören als an Toten? Meines Wissens sind Stickoxide auch nur für lebende Menschen schädlich.
Ich habe den Friedhof nie als Abkürzung genutzt und würde das auch nicht tun, aber es ärgert mich, dass ich nun völlig ohne Not einen großen Umweg fahren muss, um das Grab der Familie besuchen zu können.
Matthias Jaekel (Sonntag, 25 Oktober 2020 17:36)
Ich bin absolut fassungslos über die Einführung dieser Maßnahme in der Form. Grundsätzlich bin ich auch für die Befriedung des Friedhofes, aber keinesfalls in dieser Form. Außerdem ist das Problem des Durchfahrens des Friedhofes nicht neu! Vielleicht hat dies Zugenommen, dann ist das Problem wohl eher in der Verkehrspolitik des Hamburger Senats zu suchen
Unsere Doppelgrabstätte wird von unserer Familie bereits seit 1885 genutzt, diese befindet sich in der Nähe der Kapelle 2. Meine Eltern und ich fahren seit 1958 über die Sorbusallee auf den Ohlsdorfer Friedhof zu unserer Grabstätte. Die Zufahrt für mich als der Grabpflegende über den Haupteingang Fuhlsbüttler Straße ist absolut unzumutbar! Wenn der Friedhof ein anderes Unternehmen wären würde ich mich gar nicht beschweren, sondern gleich kündigen. Nur hier geht es nicht so einfach! Mein Vater verstarb Anfang letzten Jahres und ich habe für meine Eltern 2015 einen Vorsorgevertrag beim Friedhof Ohlsdorf für unsere Familiengrabstätte abgeschlossen.
Hätten wir dies nur nicht getan und uns eine Grabstätte auf dem Rahlstedter Friedhof gesucht!
Wer hat eigentlich diese Variante der Schranke zu verantworten? Hier wären andere Varianten denkbar gewesen. Außerdem stellt sich für mich auch die Frage warum der Westteil des Friedhofes nur über eine Zufahrt verfügt und der Ostteil über drei??? Man hätte die Schranke auf der Mittel Allee auch so positionieren können, dass die Friedhofsnutzer des östlichen Hamburgs wenigstens über die Linne Straße in den Westteil des Friedhofs mit dem PKW gelangen können!
Was ist denn nun der Ohlsdorfer Friedhof in erster Linie? Friedhof oder Naherholungsgebiet? Wir haben einen Vertrag mit dem Friedhof!!!
Sandro Kappe (Montag, 26 Oktober 2020 10:25)
Moin moin Herr Jaekel,
ich sehe es wie Sie. Hier muss es eine bessere Lösung geben. Es kann nicht sein, dass die Nutzer des Friedhofs darunter leiden müssen.
Ich versuche bereits eine Verbesserung zu erreichen. Aber beschweren Sie sich gerne auch beim Friedhof.
Mit den besten Grüßen
Sandro Kappe
Angelika und Andreas Hertel (Samstag, 07 November 2020 15:23)
Pflege der Grabstellen unserer Eltern. Auch kommen normalerweise über Bramfeld auf den Friedhof und fahtren dann zu den Grabstellen, die im westlichen Teil liegen. Nun dürffen wir eine Stadtrundfahrt nach Alsterdorf machen, um die Gräber mit dem Auto zu erreichen ! Und das GRößte: Die Mitarbeiter des Friedhofs reagieren noch nict einmal auf E-Mails mit der Bitte um eine Durchfahrtkarte ! Alle im Corona Urlaub ? Das ist wirklich unglaublich !
Sandro Kappe (Samstag, 07 November 2020 22:24)
Liebe Familie Hertel, leiten Sie mir bitte mal die unbeantwortete Mail an [email protected] weiter.
Vg
Sandro Kappe
Lissy Gollub - 74 Jahre (Montag, 16 November 2020 13:17)
Auch ich möchte mich über die Schranken-Regelung beschweren.
Ich habe ein Familiengrab nahe der Kapelle 13, das ich von Kindesbeinen an mit meiner Familie besuche. Die älteste dort beigesetzte Person ist Jahrgang 1863!
Bei der Gelegenheit besuche ich andere Gräber aus meiner Verwandtschaft.
Das ist noch heute so, aber inzwischen per Auto.
Ich empfinde es als eine Ungehörigkeit uns gegenüber, nun die Zufahrt über den Haupteingang zu verwehren. Ich komme aus Schleswig-Holstein und muß durch mehrere stark befahrene Hamburger Stadtteile fahren, um den Friedhof zu erreichen. . Das ist doch keine Lösung für die Verringerung des Durchgangsverkehrs!
Warum sind von der Schranken-Sperre nicht die Grabnutzer und -besucher ausgenommen? Wir nutzen den Friedhof doch nachweislich nicht zur Durchfahrt!!!
Ich weiß nicht, ob der Ohlsdorfer Friedhof zu dieser Maßnahme überhaupt berechtigt ist und hoffe sehr, man wird sich an kompetenter Stelle darum kümmern.
Weiter hoffe ich, Hamburg wird sich recht bald eine akzeptable Lösung einfallen lassen.
Winkler / Lintelmann (Samstag, 02 Januar 2021 21:14)
Auch wir kommen vom Haupteingang nicht mehr durch die Schranke zu unseren Grabstätten auf den Kapellen 12 und 13 (die wir auch schon seit über 100 Jahren haben), deshalb müssen wir auch den Umweg über die Steilshooper Allee nehmen, die bekannter Weise ja immer sehr stark befahren ist.
Wir sind auch der Auffassung, dass es zumindest für die Grabnutzer die Möglichkeit zur Durchfahrt geben muss. Wenn dies nicht bewilligt wird, dann sollte es wenigstens am Wochenende erlaubt werden durchzufahren.
Marion Papist, 83 Jahre alt (Freitag, 14 Mai 2021 17:13)
Ich wohne in Hamburg Bramfeld und habe seit 1960 ein Familiengrab Kapelle 2, das ich bisher regelmäßig mit dem Auto besucht, bepflanzt und gepflegt habe. Ich bin bisher immer durch die Einfahrt Bramfelder Chaussee bis zur Kap.2 gefahren. Wieso muss ich jetzt den großen Umweg über Wellingsbüttel bis zum Eingang Fuhlsbüttler Straße nehmen. Gibt es nicht eine Lösung durch die Schranke zu kommen?
Sandro Kappe (Freitag, 14 Mai 2021 18:36)
Liebe Frau Papist.
Die CDU Fraktion hat beantragt, dass jeder Grabinhaber einen Chip bekommt und damit Sie Schranke passieren kann.
Dies hat rot grün leider ohne Begründung abgelehnt. Somit gibt es zum Umweg leider keine Alternative.
Vg
Sandro Kappe
E. Heilmann (Freitag, 27 August 2021 19:44)
Sandro Kappe,
leider langt das nicht mal eben mit ein Chip. Eine Bekannte von mir deren Partner verstorben ist, kann nicht noch mit ihrer Einschränkung Umwege, wo noch die Benzinkosten hinzu kommen im Kauf nehmen. Der Partner ist kein Ehemann und ist bei Kapelle 7 und auch wollten wir uns bei Kapelle 10 treffen. Sie hat auch zur Friedhofsverwaltung hin geschrieben. Wir können uns nun nicht treffen.
VG
E. Heilmann
Renate Behrmann (Dienstag, 05 Oktober 2021 21:28)
Sehr geehrter Herr Kappe,
ich habe auf dem Friedhof zwei Grabstellen - Kapelle 6 Schwiegermutter - Kapelle 12 Ehemann. Beide Grabstellen sind durch die Schranke getrennt und liegen ca. 800 Meter auseinander. Seit 12.06.2021 versuche ich eine Chipkarte für die Durchfahrt zu erhalten, was bisher immer wieder abgelehnt wurde. Ich habe sogar an die SPD-Angeordnete am 15.07.2021 geschrieben und am 30.08.2021 erinnert. Bis heute habe ich keine Antwort erhalten.
Die Ausstellung der Chipkarte wurde mir verwehrt, weil bereits eine Karte für die Grabstelle meiner Schwiegermutter ausgestellt wurde und ich keine Nutzungsrecht habe. Wer die Chipkarte bekommen hat wurde mir wegen Datenschutz nicht mitgeteilt. Zur Familie meines verstorbenen Ehemannes wurde der Kontakt völlig abgebrochen, so dass ich auch hier keine Möglichkeit habe mir die Chipkarte auszuleihen. Darf ich am Grab meiner Schwiegermutter nicht trauern? Sie war eine so liebe und herzensgute Frau.
Für mich ist es jetzt ein Umweg von 8,5 Kilometers und trägt in erheblichem Maße der Umweltverschmutzung bei. In einem Schreiben der Hamburger Friedhöfe wird sogar angeführt, dass Grabbesucher verpflichtet sind, den Autoverkehr auf ein Mindestmaß zu beschränken. Dieses gilt doch auch dafür, dass die Grabstätten auf dem kürzesten Weg angefahren werden sollten.
Vielleicht können Sie ja etwas für mich erreichen.
Mit freundlichen Grüßen
Renate Behrmann
Sandro Kappe (Dienstag, 19 Oktober 2021 18:10)
Liebe Frau Behrmann,
der Friedhof hat mir leider mitgeteilt, dass die Regelungen für Sie keine Ausnahmen zulassen. Das tut mir leid. Im Rahmen der Gleichbehandlung ist auch keine andere Verfahrensweise möglich.
Aus der Sicht der CDU Fraktion sollte jeder Nutzer einen Anspruch auf einen Chip haben. Dies wurde leider von rot--grün abgelehnt. Somit muss sich der Friedhof leider an diese unglücklichen Regelungen halten.
Tut mir leid, Ihnen nichts anderes mitteilen zu können.
VG
Sandro Kappe